Leben im Frauenhaus

Unser Frauenhaus hat im Regelfall Platz für bis zu 5 Frauen und ihre Kinder. Es stehen neben den Bewohnerinnenzimmern eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Bad und eine Dachterrasse zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Im Keller befinden sich Waschmaschine und Trockner. Für die Kinder gibt es zwei Spielzimmer. Eines, das jederzeit genutzt werden kann und eines, in dem die Kinderaktivitäten gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen stattfinden. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem unsere Büroräume.

Jede Frau versorgt sich (und ihre Kinder) selbstständig und eigenverantwortlich. Die Frauen organisieren ihren Alltag selbst und in Absprache mit den anderen Bewohnerinnen. Alle Frauen leben gleichberechtigt im Haus zusammen.

Natürlich ist so ein Zusammenleben nicht immer leicht, manchmal entstehen Konflikte und Unstimmigkeiten. Gleichzeitig ermöglicht das Miteinanderleben aber auch Austausch, gegenseitige Unterstützung und Ermutigung. Und sicherlich ist dieser erste Schritt aus der Gewaltsituation die Chance auf ein selbst bestimmtes, gewaltfreies Leben.

In der Zeit während des Frauenhausaufenthaltes steht jeder Frau und jedem Kind eine Mitarbeiterin als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Gerade am Anfang liegen in der Beratung natürlich viele Dinge an, die geklärt und organisiert werden müssen. Die Mitarbeiterinnen helfen Ihnen dabei, wichtige bürokratische Angelegenheiten zu regeln, z.B. Antrag auf Arbeitslosengeld I oder II, Ummeldung des Kindergeldes, Einschalten eines/r Rechtsanwaltes/-anwältin, Kontaktaufnahme zu verschiedenen Behörden und Institutionen etc.

In den Beratungsgesprächen wird auch die erlebte Gewalt und die damit verbundenen Gefühle wie Scham, Angst, Schuld und vieles mehr thematisiert, um eine langsame Aufarbeitung zu ermöglichen. Die Mitarbeiterinnen begleiten und unterstützen Sie in dieser Zeit der Orientierung und bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven und respektieren dabei Ihre Wünsche und Bedürfnisse ebenso wie die Entscheidungen, die Sie treffen.

Im Frauenhaus arbeiten vier Mitarbeiterinnen in Teilzeit. Es handelt sich dabei um zwei Diplom – Pädagoginnen, eine Diplom -Sozialarbeiterin sowie eine Kindheitspädagogin. Zwei der Mitarbeiterinnen werden 2016 die Ausbildung zur systemischen Therapeutin abschließen.

Die interkulturelle Öffnung ist das Leitbild unserer Arbeit. Bei Bedarf ziehen wir DolmetscherInnen hinzu. Wir bieten Beratung in verschiedenen Sprachen an (deutsch, englisch, italienisch).

 

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